• Sebastian Daus

Warum eigentlich FixFirst? 4 Fragen an Mitgründer Sebastian - Teil 1

Aktualisiert: Juni 30



Sebastian, warum braucht es eigentlich so etwas wie FixFirst?

Schauen wir uns mal die Fakten an. Wer bisher dachte, dass Wegwerfgesellschaft und Elektroschrott ein Problem sind, sei gewarnt: Es wird eher noch schlimmer. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass sich der Elektroschrott weltweit bis 2050 sogar verdoppeln wird. Zudem ist der Earth Overshoot Day - der Tag im Jahr an dem wir die Ressourcen der Erde quasi verbraucht haben - immer früher. Würde man den Lebensstil industrialisierter Länder wie den USA als Maßstab nehmen, bräuchten wir aktuell fünf Erden, um unseren Lebensstil zu erhalten...


Aktuell verbrauchen wir 5 Erden und Elektroschrott wird sich bis 2050 verdoppeln!

Das ist ein bisschen so als würde man am Montag zu Beginn des Monats sein Gehalt für den ganzen Monat bekommen und dann am Samstag der selben Woche merken, dass es alle ist. Blöd nur, dass ja noch 24 Tage übrig sind. Was wir gerade machen ist, dass wir uns dann einen Kredit holen, jedoch auf Kosten der Umwelt und zukünftiger Generationen. Kann das lange gut gehen? Natürlich nicht - die Frage ist: Was können wir jetzt machen?


Wie könnte man das Problem lösen?

Die Antwort lautet Circular Economy bzw. zu Deutsch Kreislaufwirtschaft. Dahinter liegt die Idee, dass in einer Welt mit begrenzten Ressourcen diese wieder dem Stoffkreislauf zugeführt und der Einfluss auf die externe Umwelt dabei minimiert wird. Eine Kernsäule dabei ist, dass Produkte länger genutzt werden - was wiederum durch den richtigen Umgang sowie Reparaturen und Instandhaltungen möglich wird.


Circular Economy kann einen Beitrag von bis zu 50% zur Erreichung des 1,5 °C Klimaziels leisten

Welchen Einfluss hat das?

Dadurch ergeben sich direkte und indirekte Effekte. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass durch die neue Regulatorik im Bereich Hausgeräte in Europa pro Jahr bis zu 150,-€ per Haushalt sowie bis 2030 ca. 64 Millionen Tonnen CO2 Äquivalente und 700 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart werden können. Insgesamt geht man sogar davon aus, dass Circular Economy einen Beitrag von bis zu 50% zur Erreichung des 1,5 °C Klimaziels leisten kann. Gleichzeitig ist sie laut McKinsey allein in Europa eine monetäre Chance von über 1,6 Billionen Euro. Die Europäische Kommission unterstützt dies sogar im Rahmen des neuen Green Deals mit 1 Billionen Euro. Insofern also großer Einfluss mit viel Potenzial.


Welche Rolle soll FixFirst dabei einnehmen?

Neben dem Einfluss ist es auch eine Frage in welcher Welt wir leben wollen. Zurück zum Earth Overshoot Day: 1970 brauchten wir nur eine Erde, schon damals gab es das erste Europäische Naturschutzjahr und man hat vieles selbst repariert oder zumindest probiert - so auch mein Großvater. Heute stehen wieder alle Altersgruppen im Rahmen von Fridays for Future auf den Straßen und fordern mitunter ein Recht auf Reparatur - tatsächlich buchen auch alle Generationen unseren Service, sogar über WhatsApp. Mit FixFirst wollen wir daher genau das Mindset, dass Produkte weiter genutzt und Reparaturen in Erwägung gezogen werden, weiter etablieren - natürlich so wie man das als von digitalen Services gewöhnt ist: einfach, transparent und auf Knopfdruck.


FixFirst ist ein Mindset, um das wir eine digitale Plattform mit Lösungen im Bereich Reparaturen bauen


Mehr demnächst im Teil2!


Hier bleiben Geräte ganz!

Wir sind ein Berliner Tech-Startup das die Transformation hin zur Circular Economy  beschleunigen möchte.  Um das zu erreichen, digitalisieren wir Services und Prozesse im Bereich Reparatur- und Wartung mit unserer Software. Gleichzeitig bieten wir Plattform-Services an, die Kunden helfen ihre Geräte länger zu nutzen. Unsere Vision ist eine Welt, in der Geräte zuerst repariert werden.

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